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Man findet sie überall in Deutschland. Doch in den Zentren moderner, urbaner Kunst wie Leipzig, Jena oder Berlin wollen nun auch die oftmals belächelten Bauarbeiter ein Wörtchen mitreden. Wie wäre es, wenn alltäglich genutzte Dinge eingezäunt werden? Niemand würde ein Badezimmer einmauern. Bei einem verpfuschten Bau in Berlin-“Prenzlberg” passierte aber genau das. Und so wurde die Idee geboren, mobile Toilettenhäuschen zu umzäunen. Mit Bauzäunen geschieht das auf immer mehr Baustellen in den Städten. Scheinbar über Nacht verbreitet sich die Idee, mit möglichst viel Aufwand ein Klohäuschen abzusperren.

Wieviele Installationen es inzwischen gibt, ist noch nicht bekannt. Die Toiletten-Bau-Künstler sehen sich in der Tradition des Bauhauses. “Form follows function” erinnert hierbei aber mehr an den Ort der Aufstellung, was für die Neue Bauhaus-Forschung von Interesse werden könnte. Bislang gibt es zum Thema “Toilettenhäuschen hinter Bauzäunen” lediglich eine Professur, die von einem bekannten Hersteller mobiler Toilettenanlagen gestiftet wird.

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