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In der “Neufassung der Satzung der Stadt Jena über die Sondernutzung an öffentlichen Straßen sowie der Satzung der Stadt Jena über die Erhebung von Sondernutzungsgebühren” (17/1430-BV) vom 2. August 2017 werden etliche Formen der Werbung reglementiert: Banner, Verteilen von Handzetteln für kommerzielle Zwecke oder Fahrradständer (mit und ohne Werbung).

Allerdings gibt es im Geburtsort der Romantik ein Problem, das nicht im Regelwerk erfasst wurde: Liebesschlösser. Diese vor sich hin rostenden Sicherheitsschlösser, deren Gravur auf den ewigen Bund zweier Verliebter hindeutet, stellen ein Sicherheitsrisiko für die Brücken dar. So wie sie beispielsweise in Köln eine Gefahrenquelle für Fußgänger und Radfahrer darstellt, soll es in der romantischen Stadt Jena nicht werden.

Ab 1. August werden Liebesschlösser in die Satzung der Sondernutzung aufgenommen. Ein entsprechender Antrag im Ausschuss wurde bereits durchgewunken.

Es wird 1 Euro pro Schloss und Monat fällig. Mengenrabatte gibt es nur bei Prominenten. Die entsprechenden Schlösser werden mit dem bereits von den Plakaten bekannten orangefarbenen Kontrollpunkten markiert. Nicht entsprechend markierte Liebesschlösser werden entfernt. Wer nicht riskieren möchte, dass sein ewiger Liebesschwur dem Bolzenschneider zum Opfer fällt, kann den Kontrollpunkt bereits ab sofort beantragen.

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