Am 26. Mai wurde der Stadtrat in Weimar für die Legislaturperiode bis 2024 gewählt. Bündnis 90/Die Grünen wurden stärkste Fraktion mit 8 Sitzen. Weimarwerk, CDU und die Linken erhalten jeweils 7 Sitze, die SPD verfügt über 6 Sitze und die AfD 5 Sitze. FDP und Piraten ziehen jeweils mit einem 1 Sitz im Stadtrat ein. Laut Geschäftsordnung, die der Stadtrat mit einer Zweidrittelmehrheit ändern kann, haben die Fraktionen ein Recht auf einen Ausschussvorsitz. In der letzten Legislatur hatten die Linken den Fraktionsvorsitz des Kulturausschusses inne. Nummehr wünschen sie sich andere – wie die anderen Fraktionen auch. Und somit könnte der AfD der Vorsitz des Kulturausschusses zufallen. Das war eine Befürchtung, und so geisterten verschiedene Vorschläge durch das politische Weimar. Nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn man den Rechtspopulisten die Kultur – in der vormaligen Kulturhauptstadt – überließe.

Nun scheint sich ein Kompromiss abzuzeichnen: Ja, die AfD kann den Vorsitz im Kulturausschuss wahrnehmen. Dieser soll jedoch in der Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald tagen. Dort haben AfD-Politiker wegen ihrer öffentlichen Äußerungen Hausverbot.