Kirche eröffnet Biergärten
Dahin gehen, wo die Menschen sind. Diese weisen Worte werden besonders Seelsorgern in ländlichen Regionen auf den Weg gegeben. Immer mehr Menschen – so auch im Kernland der Reformation – verlassen die Kirchen. Sei es, weil diese nicht mehr der Staatsräson dienen, weil es Geld (aka Kirchensteuer) kostet oder weil man sich anderen Glaubensformen näher fühlt.

Die Gründe sind vielfältig. Aber, die Kirchen sind ja auch nicht von gestern sondern blicken auf eine langjährige Geschichte zurück. So gibt es Erfahrungen mit geselligen und religiösen Gemeinschaften, die man früher als Klöster in jeder Stadt und in vielen kleinen Orten fand. Traditionen wie gemeinschaftliches Singen und andächtiges Verhalten kennen heute viele Menschen nur aus dem Fußball-Stadion oder von Helene-Fischer-Konzerten.

“Wer hat’s erfunden?!”, fragten sich auch Vertreter der Kirchen. Und handelten: Ab sofort bieten die großen Kirchen nicht nur die Kaffeetafel nach dem sonntäglichen Gottestdienst an, sondern auch in den wärmeren Monaten Biergärten. Nebenbei kann die Kirche auch dabei Gewinne machen.

Mit dem Projekt “Prosten bis der Propst kommt” sollen Barrieren abgebaut werden und aus dem bierseligen Volk soll wieder ein seliges Kirchenvolk werden.