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Ja, es ist wahr. Deutschland ist wieder Wolfsland. Während des Monitoringjahres 2015/2016 konnten 45 Wolfsrudel, 15 Wolfspaare und vier standorttreue Einzelwölfe in Deutschland verzeichnet werden. Schwerpunkte der Vorkommen sind hauptsächlich Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Während es für Vereine wie den NABU eine erfreuliche Nachricht ist, gibt es besorgte Schäfer. Zwar werden die “Schäden”, also die gerissenen oder verletzten Schafe, finanziell ersetzt – für die Nutztierhalter ist es dennoch keine Lösung.

Vor einigen Jahren sorgte ein Kleingärtner in Berlin für Aufsehen, der in seinem Garten wütende Wildschweine abschießen lassen wollte. Thüringen ist keine Großstadt – und damit kann auch zum fröhlichen Halali geblasen werden. Die Flinten aus Suhl wurden schon gereinigt, doch nun kommt aus dem zuständigen Ministerium Vorschläge, die einen Kompromiss beinhalten.

Wie auf Bio-Bauernhöfen werden die gefährlichen Tiere nicht wie vor wenigen Jahren mit defekten Geräten zu Tode gequält sondern liebevoll von speziell ausgebildeten Kuschlern zu Tode gestreichelt. Somit ist die “Entnahme” nicht nur unblutig, sondern auch artgerecht. Für die Ohrdrufer Wolfshybride hat man sich in Erfurt schon etwas besonderes einfallen lassen: 10-Jährige dürfen sich für dieses unbezahlte Ferienpraktikum bewerben. Nach einer Woche Theorie und Kuscheltier-Praxis dürfen sie am Ende ihres Praktikums – mit roten Häubchen versehen – die Jungtiere in die ewigen Jagdgründe streicheln.