Während sich andere Metropolen mit einer Halbierung des Entleerungszeitraums begnügen müssen oder man gar die Gebühren auf dem selben Stand halten muss, geht man in der LED-Stadt völlig andere Wege. Hier macht man auch noch aus leeren Tonnen einen gebührenwerten Vorteil.

Nicht eine, sondern runde zwei Entleerungen im Halbjahr verschaffen nicht nur den Hauseigentümern, Hausmeistern und – nicht zuletzt – dem städtischen Eigenbetrieb KSJ genügend Spielraum, um auch sinnvolle Neuanschaffungen zu tätigen. So muss KSJ nicht wieder beim Stadtrat vorstellig werden, um für 160.000 Euro Glascontainer kaufen zu können, die dann im Altenburger Land aufgestellt werden.

Aus den als “vier Pflichtentleerungen” verunglimpften Service-Fahrten Jenaer Service-Mitarbeiter in kommunalen Entsorgungsfahrzeugen gewonnenen Erlösen konnten nunmehr sogenannte Service-Mülltonnen erworben werden. Die neuen, grünen Zusatz-Entsorgungs-Tonnen im schicken Dezernenten-Grün können zweimal im Halbjahr einfach unbefüllt an die Straße gestellt werden. Die grünen Tonnen zeigen an, dass hier kein Inhalt vorhanden ist und die Service-Mitarbeiter somit sorgenfrei an den Tonnen wie in einer grünen Welle vorbei rauschen können. Ihren “normalen” Hausmüll entsorgen Sie bitte weiterhin in den schwarzen Abfallbehältern. Grüne Tonnen stehen für leere Inhalte und damit aufwandsarme Gebühreneinnahmen der LED-Stadt.